Die Baumwolle ist nicht nur eine der ältesten Anbauungen sondern auch die wichtigste natürliche Faser auf der Welt. Jedes Jahr werden ungefähr 20 Millionen Tonnen Baumwolle auf nur 1% der zu anbauenden Flächen produziert. Die Hauptproduktionsländer sind China, USA, Indien, Pakistan, die Staaten der ex-UdSSR und die Türkei. Die Baumwolleindustrie ist schlechthin umweltschädlich. So kann die Baumwolle, von der Anbauung bis zur Ernte, bis 20 Mal gegen Parasiten und andere schädliche Insekten behandelt werden. Die Menge an jährlich ausgeschütteten Pestiziden auf die Baumwolleplantagen beträgt 1/5 des Weltverbrauchs. Die nachhaltige Wirkung dieser giftigen Substanzen auf das Wasser, die Erde und die Luft ist beträchtlich. Sie können sogar nützliche Insekten wie die Bienen zerstören, und dringen dadurch in die Ernährungskette ein.
Die schädliche Wirkungen dürfen für den Menschen ebenfalls nicht vernachlässigt werden, vor allem für die Arbeiter der Entwicklungsländer, welche oft ohne angemessenen Schutz mit Pestiziden arbeiten. Gemäss einem Bericht der WHO sind es jedes Jahr 3 Millionen Menschen, die auf diese Weise vergiftet werden.
Der chemische Verarbeitungsprozess geht nach der Ernte weiter. Die Fasern werden gebleicht und mit Hilfe von oft schädlichen chemischen Mitteln gefärbt. In Indien zum Beispiel, werden die Abwässer manchmal, ohne durch eine Kläranlage gefiltert zu werden, direkt in die Ströme wieder ausgegossen. Der ökologische Trend hat also gute Gründe zu existieren. Nach den ersten Pionieren , die sich in eine umweltfreundliche Kleiderproduktion stürzten, sind es nun die grossen Einkaufsfirmen, die ihrerseits zu einer ökologischen Produktion übergegangen sind.
In der Schweiz fehlen noch die gesetzlichen Grundlagen. Heute kann nämlich jeder Produzent seine eigene Definition zu "naturrein" und oder "Bio" geben. Für einen Baumwolleproduzenten müssen hingegen folgende Umweltkriterien eingehalten werden :
Das Logo "sicheres Textil - gemäss den Öko-Tex Standard 100 Normen getestet" wurde 1992, durch die Internationale Kommission für die Forschung und Tests im Bereiche des ökologischen Textils, erschaffen (Abkürzung Öko-Tex). Dieses Zeichen steht als Garant für die Einhaltung der Grenzwerte folgender schädlicher Stoffe : Pestizide ; Formaldehyd ; Kupfer ; Kobalt ; Chrom ; 2,4-D und 2,4-T.
Öko-Tex Standard 100 basiert nur in Hinsicht des Gesundheitsschutzes auf der Ebene des fertigen Produktes. Dieser Standard umfasst nicht den Produktionsprozess, das heisst, er berücksichtigt z.B. weder die ökologischen Kriterien der Anpflanzung/Bebauung, der Verarbeitung der Faser oder noch die sozialen Bedingungen die an das Textil gebunden sind
Die Giftstoffe, wie es dieser Standard versteht, sind Stoffe :
PH-Wert ; Formaldehyd, abbaubare Schwermetalle ; Arsenik ; Blei ; Kadmium, Chrom ; Kobalt ; Kupfer ; Nickel ; Quecksilber ; Pestiziden ; Pentachlorphenol ; Farbstoffe (krebserregende, allergieauslösende).
Sowie : Farbstoffe die gegenüber dem Wasser, dem Säuredampf, dem Alkalindampf, der Trockenreibung, der Nassreibung, dem Speichel und dem Schwitzen, den flüchtigen Emissionsbestandteilen und dem Verströmen von schlechten Gerüchen widerstandsfähig sind.
Bis zum heutigen Tage sind alle Switcher-Lieferanten Öko-Tex Standard 100 zertifiziert. Wir haben einen höheren Gang eingeschaltet und arbeiten schon an der Öko-Tex Standard 1000 Zertifizierung, die ein neues Zertifikat ist und diesmal die eigentliche Ökologie berücksichtigt.